Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden, wenn eine Behandlung mit implantatgetragenem Zahnersatz in Betracht gezogen wird. Oftmals ist zu wenig Knochensubstanz im Kiefer vorhanden, so muss nicht selten vor der Einsetzung eines Implantats ein Knochenaufbau gemacht werden. Menge und Qualität des implantatragenden Knochens müssen nämlich der Belastung standhalten können.
Knochenaugmentation kann aber auch bei einer Wurzelspitzenresektion oder einer vorhandenen Zyste oder beim Ziehen eines Zahnes sich als nötig erweisen.
Hat sich einmal der Kieferknochen schon zurückgebildet, kann er sich von alleine nicht mehr regenerieren – mit der Hilfe eines Knochenaufbaus besteht es aber die Möglichkeit, Knochen sowie natürliches Stützgewebe zurückzugewinnen.
Knochenaugmentation kann nach Art des Defektes klassifiziert werden, der korrigiert wird:
Ist noch eine gewisse Höhe an örtlichem Eigenknochen vorhanden, so können die Implantate zeitgleich mit dem Knochenaufbau eingebracht werden. Die prothetische Versorgung kann nach einer Einheilphase von 6-9 Monaten begonnen werden.
Bei stark reduziertem Knochenangebot sollte zunächst nur der Knochenaufbau stattfinden, da eine Primärstabilität der Implantate noch nicht gewährleistet ist. Nach ausreichender knöchener Durchbauung des neuen Implantatlagers (4-6 Monate) können dann später die Implantate gesetzt werden.
Knochenaufbau kann mit dem Einsetzen von folgenden Materialien ambulant erfolgen:
Augmentat wird oft mit einer selbstauflösenden Membrane bedeckt (und eventuell mit Titanium Nadel befestigt), so dass eine ungestörte Einheilung des Knochens erfolgen kann.
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Zustand bei zu geringem Eigenknochenvolumen im Oberkiefer. Knochenersatzmaterial sowie Implantate sind gleichzeitig eingebracht worden. |
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Es ist erkennbar, wie der Kieferknochen nach Einheilung des Knochenersatzes und der Implantate aussieht. |
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